Am Neckarufer in Tübingen

Altstadtansicht vom Neckarufer – Bild Nr. 202007261270

Die Universitätsstadt Tübingen ist immer wieder eine Reise wert. Besonders pituresk finde ich den Anblick der Altstadt von der Platanenallee auf der Neckarinsel und von der Eberhardsbrücke aus. Als ich das letzte Mal hier war konnte ich mich noch mit viel Mühe zu Fuß fortbewegen. Nun stellte mich die Tatsache, dass ich mit dem Rollstuhl unterwegs war vor neue Herausforderungen, eröffnete aber auch andere Perspektiven und neue Möglichkeiten.

Bereits die Anfahrt mit dem Auto war recht entspannt. In der Uhlandstraße die parallel zum Neckar verläuft hatte ich einen Behindertenparkplatz gefunden, und ganz in der Nähe gibt es eine Brücke, über die ich die Platanenallee erreichen konnte, um von dort aus einige Fotos zu machen. Glücklicherweise legte auch gerade eine Stocherkahn mit Fahrgästen ab, so dass diese besondere Sehenswürdigkeit Tübingens gleich ihren Weg hier ins Blog gefunden hat. Stocherkähne werden ausschließlich mit einem langen Stab angetrieben und gelenkt, dies ist hier möglich, weil der ruhig dahin fließende Neckar auf diesem Abschnitt noch recht flach ist.

Stocherkahn auf dem Neckar – Bild Nr. 202007261274
Die Platanenallee, Blickrichtung Eberhardsbrücke – Bild Nr. 202007261266
Die Altstadt – Bild Nr. 202007261279

Auf der Platanenallee bieten sich immer wieder schöne Ansichten der Altstadt deren Gebäude sich immer höher einen Bergsporn hinauf einreihen bis zum Schloß Hohentübingen, das über der Stadt thront. Der Turm der gotischen Stiftskirche St. Georg ragt über die alten Wohn- und Geschäftshäuser hinaus.

Ein wichtiges Kulturgut der Stadt ist der Hölderlinturm, nach dem Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843) benannt, der hier die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte. Heute zählt der Hölderlinturm zu den bedeutendsten Erinnerungsorten der Literaturgeschichte, er beherbergt eine multimediale Dauerausstellung über das Leben und Schaffen des Dichters.

Der Hölderlinturm – Bild Nr. 202007261277
Schloss Hohentübingen – Bild Nr. 202007261267

Schloß Hohentübingen wurde im 11. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert erweitert und stellt heute eine Mischung aus mittelalterlicher Burg, Schloß und einer Festung dar. Im Schloss befindet sich heute zwei Museen der Universität Tübingen.

Von der Neckarinsel führt eine Treppe hinauf zur Eberhardsbrücke, dem wohl beliebtesten Aussichtspunkt der Stadt. Aber hier hieß es für mich erstmal wieder umkehren, zurück zur Fußgängerbrücke in die Uhlandstraße und diese leicht bergauf zur Karlsstraße direkt auf die Eberhardsbrücke fahren. Diese trägt in diesem Sommer einen herrlich bunten Blumenschmuck. Von der Brücke aus bietet sich eine wunderschöne Ansicht der Neckarfront bis hin zum Hölderlinturm. Schön anzusehen ist auch, wie sich die Häuser im Neckar spiegeln.

Die Eberhardsbrücke – Bild Nr. 202007261283
Die Neckarfront – Bild Nr. 202007261296
Spiegelungen im Neckar – Bild Nr. 202007261288

Noch schnell ein Blick auf die andere Seite der bunt geschmückten Brücke und die Ruder- und Tretboote, die hier zu einer individuellen Kahnfahrt auf dem Neckar einladen, bevor es zu einer Tasse Kaffee ins nächste Café ging.

Die Ostseite der Eberhardsbrücke – Bild Nr. 202007261299
Bootsverleih beim Verkehrsverein – Bild Nr. 202007261300

4 Kommentare

  1. Hallo Georg
    Eine schöne Bilderstrecke mit sehr schönen Motiven aus einer Stadt, die bildmäßig viel zu bieten hat.
    Politisch kommt ja auch immer wieder mal der eine oder andere Querschuss aus dem Rathaus 😉
    Danke fürs Zeigen
    LGR

    1. Hallo Rainer,
      Tübingen hat fotografisch wirklich einiges zu bieten. Und wenn es dann noch Sommer ist und die Sonne scheint, ist es nochmal so schön. Ich habe es dieses Mal wieder genossen.

      LG, Georg

  2. das sind wirklich sehr schöne Bilder
    vor allem die Spiegelungen

    ich kenne nur das Universitäts- Krankenhaus
    und dort ist eine meinerTöchter von uns gegangen
    von daher weckt der Name immer sehr traurige Erinnerungen

    eigentlich schade.. denn es scheint eine sehr schöne Stadt zu sein

    liebe Grüße
    Rosi

    1. Hallo Rosi,
      das mit Deiner Tochter tut mir aufrichtig leid. Das ist ein Schicksalsschlag, den niemand so leicht wegsteckt.

      Die Unikklinik ist mir auch bekannt, wurde dort doch die Diagnose zu meiner Krankheit und gestellt und woher meine Behinderung kommt. Darum hatte ich zuvor einige Jahrzehnte vergeblich gekämpft. Das war auch ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Ereignis, aber letztendlich ein positives.

      Jedoch die schönen und heiteren Seiten dieser Stadt konnte ich auch schon mehrmals bewundern, und die sind immer wieder für lohnende Fotomotive gut.

      LG, Georg

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