Die Kreuzkapelle auf dem Wißberg

Die Kreuzkapelle, Gau Bickelheim - Bild Nr. 201408303598
Die Kreuzkapelle, Gau Bickelheim – Bild Nr. 201408303598

Kann es einen schöneren Platz für ein Wallfahrtskirche geben, als am Hang eines Weinbergs mit weitem Blick ins Umland? Die Kreuzkapelle oberhalb des rheinhessischen Gau-Bickelheim steht so malerisch auf dem Wißberg, umgeben von einem Meer aus Reben.

Kreuzwegstation am Wißberg - Bild Nr. 201408303548
Kreuzwegstation am Wißberg – Bild Nr. 201408303548

Von der Bahnhofstraße in Gau-Bickelheim ausgehend führt ein Kreuzweg mit 14 Stationen zur Kreuzkapelle hinauf. Da der Weg eine recht ordentliche Steigung aufweist, kann es im Sommer ein recht mühsamer Weg sein, was aber zum Nachvollziehen des Leidensweg Christi sicher nicht allzu verkehrt sein kann. Immerhin gibt es an dieser Station ein schattiges Plätzchen, an dem sich der Pilger von den Strapazen ein wenig zu erholen kann.

Die vorletzte Station auf dem Kreuzweg - Bild Nr. 201408303550
Die vorletzte Station auf dem Kreuzweg – Bild Nr. 201408303550
Die Kreuzkapelle - Bild Nr.  201408303566
Die Kreuzkapelle – Bild Nr. 201408303566

Die Kreuzkapelle, aus Sandstein gebaut und mit einem roten Ziegeldach versehen, ist das Wahrzeichen der Gemeinde Gau-Bickelheim. Sie steht auf der unteren Hälfte eines wertvollen Weinberges am Wissberghang, die 1755 der „Oberschultheiß Johann Jakob Hees zu Gau-Böckelheim“ zum Bau einer solchen Kapelle zur Verfügung stellte. Sie wurde damals zu Ehren des heiligen Kreuzes geweiht und fortan pilgerten viele Gläubige zweimal pro Jahr an diesen Ort. Diese alte Kapelle wurde durch die kriegerischen Ereignisse im Verlaufe der Französischen Revolution bereits nach 40 Jahren zerstört. 1856/1857 begann man das zerstörte Gotteshaus wieder aufzubauen. Doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts war der Bau aufgrund eines Erdrutsches vom Einsturz bedroht und musste 1893 abgebrochen werden. Die nun zwischen 1907 und 1910 errichtete Kapelle wurde in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Grund auf restauriert. Den Weg zur Kreuzkapelle, die ein häufig besuchter Wallfahrtsort ist, säumen vierzehn Kreuzwegstationen, die im Jahre 1862 errichtet wurden.

(Zitat: Ann-Kathrin Zehender – regionalgeschichte.net – Portal des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Universität Mainz)

Hochzeitsdekoration am Treppengeländer - Bild Nr. 201408303569
Hochzeitsdekoration am Treppengeländer – Bild Nr. 201408303569

Dass eine solch wunderschön gelegene Kapelle, wie die Kreuzkapelle auf dem Wißberg, auch ein begehrter Platz für kirchliche Trauungen ist, lässt sich an der Hochzeitsdekoration am Treppengeländer unschwer erkennen. Die Kreuzkapelle ist von Mai bis September regelmäßig sonntags geöffnet. Ein weiterer Besuch am Sonntagmorgen ermöglichte mir Aufnahmen vom recht schlichten Inneren der Kapelle nachzureichen. Besonders schön die die bunt verglasten Fester im Altarraum.

Kreuzkapelle Innenansicht - Bild Nr. 201409071105
Kreuzkapelle Innenansicht – Bild Nr. 201409071105
Fenster der Kreuzkapelle - Bild Nr. 201409071104
Fenster der Kreuzkapelle – Bild Nr. 201409071104

Fensterosen im Querschiff:

201409071107 201409071108 Bild Nr. 201409071107, 201409071108

Kreuzkapelle Innenansicht - Bild Nr. 201409071109
Kreuzkapelle Innenansicht – Bild Nr. 201409071109
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4 Kommentare

  1. Hallo Georg,
    die Kapelle ist wirklich klasse gelegen und mit deinen schönen Fotos hast du sie toll in Szene gesetzt !
    Das vorletzte Bild mit den Weinbergen im Vordergrund mag ich am liebsten 😉
    LG, Netty

    1. Hallo Netty!
      Solche, auf weiter Flur allein stehenden Gebäude, dazu eine so offene Landschaft, das ist einfach schön. Die Kreuzkapelle stand schon länger auf meiner To-do-Liste. Vor Jahren hatte ich dort mal nachmittags fotografiert, was aber ungünstig war. Hier habe ich nun mal einen Samstagvormittag genutzt, und die Bilder bekommen, die ich mir vorgestellt hatte.
      Das Bild mit dem Wein im Vordergrund ist auch mein Favorit.

      LG, Georg

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