
Der 1906 erbaute Juliusturm am südwestlichen Ortsrand von Wöllstein in der Rheinhessischen Schweiz diente bis in die 1970er Jahre als Betriebsgebäude der Wasserversorgung der Gemeinde sowie bis heute als Aussichtsturm. Der am Hang des Höllbergs auf 171 m Höhe stehende Turm, im historisierendem Stil aus Bruchsteinen errichtet, ist das Wahrzeichen von Wöllstein und steht heute unter Denkmalschutz. Im Jahr 1908 ließ der damalige Bürgermeister Julius Moller (daher der Name Juliusturm) die zentrale der Wasserversorgung über Rohrleitungen zu allen Häusern bauen, die dann von diesem Wasserturm aus gespeist wurde.
An der Südseite des Turms befindet sich unter einem Erdhügel ein Speicherbecken, aus dem die Gemeinde mit Trinkwasser versorgt wurde. Im Laufe der Jahre wuchs die Bebauung Wöllsteins weiter und die Kapazität des Spiecherbeckens würde auf Dauer nicht mehr für alle Gebäude ausreichen. Ebenso wurden auch neue Gebäude am Hang des Höllbergs gebaut, für die dann der Wasserdruck zu gering gewesen wäre. Deshalb wurde Im Jahr 1977 wurde weiter oben auf dem Höllberg ein neues Speicherbecken in Betrieb genommen, welches sowohl die benötigte Menge als auch den Druck bereitstellen konnte.
In den Sommermonaten ist der Turm samstags und sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Man erreicht ihn über die Straße Palmenstein die in der Verlängerung in einen Feldweg übergeht.
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