{"id":474,"date":"2010-11-12T14:32:50","date_gmt":"2010-11-12T13:32:50","guid":{"rendered":"http:\/\/georg-dahlhoff.de\/blog\/?p=474"},"modified":"2010-11-12T14:32:50","modified_gmt":"2010-11-12T13:32:50","slug":"digischaetzchen-olympus-e-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/georg-dahlhoff.de\/wp\/?p=474","title":{"rendered":"Digitale Sch\u00e4tzchen (4) &#8211; Olympus E-1"},"content":{"rendered":"<h2>Das Fourthirds-System<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/201011121038_900x600.jpg\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-472\" title=\"Olympus E-1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/201011121038_900x600-300x199.jpg?resize=300%2C199\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Die <strong>Olympus E-1<\/strong> wurde im Jahr 2003 vorgestellt und mit ihr ein ganz neues System, Das Olympus E-System, welches auf dem neu geschaffenen <strong>Fourthirds-Standard<\/strong> basiert.<\/p>\n<p>Was war das neue an Fourthirds? Die Digitalfotografie war noch recht jung und wurde von Kameras dominiert, die noch nicht viel mit der klassischen Spiegelreflex gemeinsam hatten. Der Wunsch, zuk\u00fcnftig digitale Spiegelreflex-Kamera zu nutzen war allgegenw\u00e4rtig, aber am Markt gab es wenig brauchbares zumindest zu Preisen, die sich eine Mehrheit der Fotointeressierten leisten konnte. Manche Hersteller setzten darauf, ihre bew\u00e4hrten analogen Systeme zu digitalen umzur\u00fcsten. Das ging nicht ohne Probleme, denn erstens waren Aufnahmesensoren im Kleinbildformat noch nicht zu marktf\u00e4higen Preisen verf\u00fcgbar und au\u00dferdem musste bedacht werden, dass Sensoren anders als ein Film reagieren. W\u00e4hrend es beim Film relativ gleichg\u00fcltig ist, in welchen Winkel das Licht auf ihn trifft, kann ein Sensor nur dann genug Licht aufnehmen, wenn das Licht m\u00f6glichst senkrecht auf ihn trifft. Man half sich zun\u00e4chst damit, kleinere Sensoren einzusetzen, damit man die beschriebenen Probleme in den Griff bekam. So haben die Mehrzahl aller Sensoren in Spiegelreflexkameras bis heute noch eine Gr\u00f6\u00dfe von ca. 16&#215;24 mm. Man spricht vom APS-C Format.<\/p>\n<p>Nun hatte Olympus zu dem Zeitpunkt kein Spiegelreflexkamera-System im Programm, denn das OM-System war schon seit vielen Jahren nicht mehr am Markt. So bestand also die M\u00f6glichkeit ein neues zu schaffen, dass vollst\u00e4ndig auf die Bed\u00fcrfnisse der Digitalfotografie zugeschnitten ist, sich aber bedienen l\u00e4sst, wie andere zeitgem\u00e4\u00dfe Spiegelreflexkameras. Ein ganz besonderes Augenmerk legte man auf die Objektive, die eine telezentrische Charakteristik haben sollten, um m\u00f6gliche optische Schw\u00e4chen im System zu vermeiden. Dazu braucht man im Vergleich zur Sensorfl\u00e4che relativ gro\u00dfe Objektive, vor allem, wenn diese auch noch lichtstark sein sollen. Vor dem Hintergrund, dass das Kleinbildformat in der Digitalfotografie zu der Zeit keine Rolle spielte und man ein handliches System bauen wollte, entschloss man sich zu einem Sensorformat von 13&#215;17,3 mm, dem Fourthirdsformat, mit dem sich der Gedanke, ein System mit m\u00f6glichst wenigen Kompromissen zu bauen, am einfachsten umsetzen lie\u00df. Damals waren 4-6 Megapixel der Standard und da passte die E-1 mit ihren 5,5 Megapixeln sehr gut in die Marktsituation. Das Konzept des gesamten Systems war absolut \u00fcberzeugend. Der Umrechnungsfaktor f\u00fcr die Brennweiten betrug 2,0, so dass Objektive nunmehr nur noch halb so lang sein mussten. Die Kamera, die \u00e4u\u00dferst solide, robust und hervorragend ausgestattet war, wurde als Profiger\u00e4t am Markt positioniert. Eine Besonderheit, war sicher auch dass die E-1 die erste digitale Spiegelreflexkamera war, die eine gut funktionierende automatische Sensorreinigung eingebaut hatte.<\/p>\n<p>Es war aber schwer sich gegen die Konkurrenz der beiden gro\u00dfen Hersteller Canon und Nikon zu behaupten, die ihr Augenmerk l\u00e4ngst auf mehr Megapixel und gr\u00f6\u00dfere Formate gelegt hatten. Sie lernten nat\u00fcrlich auch von Olympus und bauten nach und nach Objektive mit nahezu telezentrischen Eigenschaften und entwickelten eigene L\u00f6sungen zur Sensorreinigung. Olympus entschied sich dann, nicht nur eine professionell ausgerichtete Kundschaft zu bedienen, sondern auch den Massenmarkt. So entstanden eine gro\u00dfe Zahl preiswerter Geh\u00e4use (von 7,5 bis 12 Megapixel) f\u00fcr den Fourthirds-Standard (E-30, E-300, E-330, E-400, E-410, E-420, E-500, E-510, E-520, E-600 und E-620. Auch von Panasonic (L1 und L10) und Leica (Digilux 3) gab es Fourthirds-Kameras. Die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Nachfolgerin der E-1 die E-3 erschien erst Ende 2007 und auf der Photokina 2010 wurde schlie\u00dflich die E-5 vorgestellt.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit kam aber Canon 2005 mit der ersten semiprofessionellen digitalen Kleinbild-Spiegelreflexkamera auf den Markt der EOS 5D. Das Erscheinen dieser Kamera und die Tatsache, dass es nun m\u00f6glich war, echte Kleinbild-DSLR\u2018s zu bauen, hat die Situation v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Zwar gab es nicht wegzudiskutierende Probleme im Bereich der Optiken, aber die enorme Sensorleistung der Canon 5D, 1Ds sowie der Nikon D3 und D700 erlauben eine weitestgehende Verbesserung der optischen Schw\u00e4chen auf elektronischem Weg. Inzwischen sind aber sehr viele neue Objektive auf dem Markt, die sehr gut auf das digitale Kleinbildformat abgestimmt sind.<\/p>\n<p>In diesem Umfeld hatte es Olympus schwer, sich mit dem kleinen Fourthirds-Format (Sensorfl\u00e4che ca. 1\/4 von Kleinbild) am Markt zu behaupten. Die Zustimmung zu Fourthirds begann mit der Einf\u00fchrung des Kleinbildformats zu br\u00f6ckeln. Inzwischen versucht man mit dem Micro-Fourthirds System (mFT) eine neue Marknische zu erschlie\u00dfen. Hier bleibt zwar die Sensorgr\u00f6\u00dfe die Gleiche aber durch den Wegfall des Spiegels und ein geringeres Auflagema\u00df, wird es m\u00f6glich, Kameras und Objektive kleiner zu bauen. Inwieweit sich diese Idee weltweit durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Der urspr\u00fcngliche Fourthirds-Standard wird jetzt nur noch von Olympus alleine repr\u00e4sentiert und auch nur mit einem Geh\u00e4use, der E-5, sowie allen bisher erschienenen Fourthirds-Objektive von Olympus. Es sieht nach einem Niedergang einer einst fortschrittlichen Idee aus. Es w\u00e4re schade drum, aber vielleicht kann die E-5 ja noch einige Fotofreunde \u00fcberzeugen. Das Zeug dazu hat sie auf jeden Fall.<\/p>\n<p>Die E-1 ist heute mein Lieblings-Oldtimer. Ich verwende die Kamera, wegen ihres klassischen Handlings und des hellen und pr\u00e4zisen Suchers weiterhin noch gerne f\u00fcr Fotografie am Tisch. Da liefert sie nach wie vor \u00fcberzeugende Ergebnisse ab.<\/p>\n<p>Datenblatt zur E-1 auf <a href=\"http:\/\/www.digitalkamera.de\/Kamera\/Olympus\/E-1.aspx\" target=\"_blank\">digitalkamera.de<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Bildnummer: 201011121038<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aufnahmekamera: Nikon D700, Objektiv: Sigma 2.8\/70 Makro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fourthirds-System Die Olympus E-1 wurde im Jahr 2003 vorgestellt und mit ihr ein ganz neues System, Das Olympus E-System, welches auf dem neu geschaffenen Fourthirds-Standard basiert. 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