{"id":996,"date":"2010-12-01T22:16:48","date_gmt":"2010-12-01T21:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/georg-dahlhoff.de\/blog\/"},"modified":"2018-02-15T17:50:40","modified_gmt":"2018-02-15T16:50:40","slug":"bacharach-steeg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/georg-dahlhoff.de\/wp\/?page_id=996","title":{"rendered":"Bacharach-Steeg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/georg-dahlhoff.de\/wp\/?page_id=11740\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"26915\" data-permalink=\"https:\/\/georg-dahlhoff.de\/wp\/?attachment_id=26915\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?fit=623%2C80&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"623,80\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Fotosammlung_MZ-BIN\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?fit=600%2C77&amp;ssl=1\" class=\"aligncenter size-large wp-image-26915\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?resize=600%2C77&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"77\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?resize=600%2C77&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?resize=300%2C39&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Fotosammlung_MZ-BIN.jpg?w=623&amp;ssl=1 623w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Stadtteil Steeg<\/strong>, Stadt Bacharach, Verbandsgemeinde Rhein-Nahe<\/p>\n<figure id=\"attachment_1296\" aria-describedby=\"caption-attachment-1296\" style=\"width: 198px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200908044423-stg.jpg\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1296 \" title=\"200908044423 - Bacharach-Steeg\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200908044423-stg-198x300.jpg?resize=198%2C300\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1296\" class=\"wp-caption-text\">Bacharach: Stadtteil Steeg &#8211; Bild Nr. 200908044423<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Stadtteil Steeg liegt am Westrand der Stadt in einem Tal im Hunsr\u00fcck. Mittelpunkt des Ortes ist die Evangelische Kirche, ehemals St. Anna.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Zur Geschichte von Steeg<\/span>:<br \/>\nDer heutige Stadtteil von\u00a0Bacharach geh\u00f6rte im Mittelalter zu den vier T\u00e4lern, einem Gebiet, das seit dem 7. Jahrhundert im Besitz des K\u00f6lner Erzbischofes war. Vermutlich war Steeg schon von den Germanen und den R\u00f6mern besiedelt. Darauf weisen einige &#8211; noch heute gebr\u00e4uchliche- Bezeichnungen von Ortslagen (&#8222;Riegel&#8220;, &#8222;Schlagbaum&#8220;) und einige Fundst\u00fccke, die nahe Steeg gefunden wurden, hin. Urkundlich wird Steeg jedoch erst im Jahre 1248 in einem Schriftst\u00fcck des Klosters &#8222;Altenberg&#8220; erstmals erw\u00e4hnt. In dieser Quelle best\u00e4tigte der Ritter Embico, der Vogt von Bacharach und Diebach war, den Verkauf seiner Besitzungen zu Koblenz an das Kloster. Im Jahre 1243 wurden die Burgen\u00a0Stahlberg\u00a0und F\u00fcrstenberg von dem K\u00f6lner Erzbischof Konrad von Hochstaden als Lehen an den Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach vergeben. Die Besitzverh\u00e4ltnisse ver\u00e4nderten sich jedoch mit der Zeit, und so gelangten die Burgen wieder in den pfalzgr\u00e4flichen Besitz. Nach dem Tod Rudolfs von Wittelsbach fielen dem K\u00f6nig Ludwig dem Bayern die Besitzungen seines Bruders zu. Er verpf\u00e4ndete diese im Jahre 1316 an den Erzbischof Balduin von Trier und den K\u00f6nig Johann von B\u00f6hmen. Diese unterst\u00fctzten ihn im Gegenzug bei der Wahl zum deutschen Kaiser. Nach dem Ableben von Balduin von Trier fiel das Gebiet in die Herrschaft der Pfalzgrafen. Dieser vergab seinen Besitz als Lehen an regional ans\u00e4ssige Adlige, die dann das Amt des Burgmannes wahrnahmen. Meist handelte es sich bei diesen um ein Mitglied der Familie Knebel von Katzenellenbogen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1299\" aria-describedby=\"caption-attachment-1299\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200908044426-stg.jpg\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1299 \" title=\"200908044426 - Burgruine Stahlberg\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200908044426-stg-300x199.jpg?resize=300%2C199\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1299\" class=\"wp-caption-text\">Burgruine Stahlberg &#8211; Bild Nr. 200908044426<\/figcaption><\/figure>\n<p>Weiterhin wird Steeg in der Ratsverfassung von 1356 erw\u00e4hnt. Mit ihr wollte man eine Abgrenzung zu den angrenzenden Bist\u00fcmern schaffen. Der dort eingesetzte Viert\u00e4lerrat bestand aus zw\u00f6lf Rittern und zw\u00f6lf B\u00fcrgern, von denen drei b\u00fcrgerliche Ratsherren aus Steeg kamen. Einer von ihnen wurde einem ritterlichen Ratsherren zugeornet und als &#8222;sin geselle&#8220; bezeichnet. Er wurde auch als B\u00fcrgermeister eingesetzt, w\u00e4hrend die beiden anderen Vertreter des Ortes nur bei den Ratsversammlungen ihre Funktion aus\u00fcbten. Durch die Gegens\u00e4tze, die zwischen den Katholiken und den Protestanten in Glaubensfragen herrschte, kam es zu einem Religionskrieg, der auch Steeg betraf. 1620 eroberten spanische Truppen unter Spinola die Region und besetzte Steeg und die umliegenden Orte. Es kam zu einem mehrmahligen Wechsel der Besatzungen durch die verschiedenen Kriegsparteien: 1632 vertrieb Rheingraf Otto Ludwig dann die Besatzungstruppen, als er im Dienste Schwedens den Ort und die Burg Stahlberg zur\u00fcckeroberte. 1635 nahmen weimarische Truppen das Gebiet ein und pl\u00fcnderten es. Zuletzt wurde Steeg von Frankreich erobert (1644). Die Besatzungstrupen pl\u00fcnderten und verw\u00fcsteten das Gebiet, so dass das Volk verarmte. 1650 fand die Besatzungszeit durch die Franzosen ein Ende. Kurz nach diesen Ereignissen wurde der Ort von einer gro\u00dfen Pestepidemie heimgesucht, der ein Gro\u00dfteil der Einwohner zum Opfer fiel. Ein weiteres kathastrophales Ereigniss des 17. Jahrhunderts war der darauf folgende Pf\u00e4lzische Erbfolgekrieg, in dem der Ort unter den Truppen Ludwigs XIV litt. Im 18. Jahrhundert fiel das westliche Rheinland an die Franzosen und wurde dem neu geschaffenen Departement Rhin-et-Moselle zugeteilt. Durch den Wiener Kongress 1815 wurden die Rheinlande, und damit auch Steeg preu\u00dfisch. Der Ort wurde der B\u00fcrgermeisterei Bacharach, die zu dem neu errichteten Landkreis St. Goar geh\u00f6rte, unterstellt. Die Zeit unter der Herrschaft des preu\u00dfischen K\u00f6nigshauses, die von der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfteils als angenehme und ruhige Zeit beschrieben wurde, fand mit dem Ersten Weltkrieg ein Ende.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.regionalgeschichte.net\/\" target=\"_blank\">regionalgeschichte.net<\/a>)<\/p>\n<figure id=\"attachment_1297\" aria-describedby=\"caption-attachment-1297\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1297\" title=\"200309215617 - Bacharach-Steeg: Evangelische Kirche, ehemals St. Anna\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200309215617-stg-225x300.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1297\" class=\"wp-caption-text\">Bacharach-Steeg: Evangelische Kirche, ehemals St. Anna &#8211; Bild Nr. 200309215617<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Urspr\u00fcnge der sp\u00e4tgotischen Evangelischen Kirche von Steeg (ehemals St. Anna) gehen auf das 14. Jahrhundert zur\u00fcck.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1298\" aria-describedby=\"caption-attachment-1298\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200309215619-stg.jpg\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1298\" title=\"200309215619 - Bacharach-Steeg: Borbachstra\u00dfe\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/georg-dahlhoff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/200309215619-stg-300x225.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1298\" class=\"wp-caption-text\">Bacharach-Steeg: Borbachstra\u00dfe &#8211; Bild Nr. 200309215619<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: center;\">.<em>..<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>F\u00fcr die Fotografien gilt das Urheberrecht! Jegliche Verwendung des Bildmaterials ohne Genehmigung des Fotografen ist untersagt. Informationen zum Erwerb von Ver\u00f6ffentlichungsrechten finden Sie <\/em><a title=\"Ver\u00f6ffentlichungsrechte\" href=\"https:\/\/georg-dahlhoff.de\/wp\/?page_id=11938\"><em>hier<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtteil Steeg, Stadt Bacharach, Verbandsgemeinde Rhein-Nahe Der Stadtteil Steeg liegt am Westrand der Stadt in einem Tal im Hunsr\u00fcck. Mittelpunkt des Ortes ist die Evangelische Kirche, ehemals St. Anna. 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