Der Tunnel unter dem Ärmelkanal – Eurotunnel

Eurotunnel, PKW-Verladung in Folkstone am Abend – Bild Nr. 2018032300163

Eine Verbindung zwischen Frankreich und England zu schaffen wurde bereits im Jahr 1756 durch den Franzosen Nicolas Desmarest angeregt. Doch es sollten noch Jahrhunderte vergehen, bis mit dem Bau des Eurotunnels in den 1980er Jahren begonnen wurde. Immer wieder wurde das Vorhaben aus technischen oder politischen Gründen auf Eis gelegt, bis dann im Jahr 1955 letzte politische Bedenken ausgeräumt wurden und am 15. Dezember 1987 endlich mit dem Bau begonnen wurde. Fertiggestellt wurde der 50 km lange Tunnel zwischen Calais und Folkstone am 20. Juni 1993. Im November 1994 wurde dann der Betrieb aufgenommen.

Mit einem Streckenanteil von 37 km unter dem Ärmelkanal ist der Eurotunnel der weltweit längste Unterwassertunnel. Er ist ein reiner Eisenbahntunnel und besteht aus 2 eingleisigen Hauptröhren und einem dazwischen liegenden Servicetunnel. Die Baukosten betrugen 15 Mrd. US-Dollar und waren damit doppelt so hoch wie ursprünglich veranschlagt.

Für mich ist der Eurotunnel die schnellste und bequemste Möglichkeit mit dem Auto nach Großbritannien zu reisen. Es gibt unterschiedliche Züge mit Waggons für PKW bis 1,85 Metern Höhe, für Busse, Wohnmobile und Kleintransporter, sowie für LKWs. Während der Überfahrt, kann man im Auto sitzen bleiben, und kann sich während der 35-minütigen Überfahrt entspannen. Seit September 2016 besteht im Tunnel auch ein GSM-Netz, so dass Telefonate mit dem Handy oder im Internet surfen während der Passage möglich sind. Neben den Shuttlezügen fahren auch Personen- und Güterzüge durch den Tunnel.

Gebucht wird die Passage im Internet. Da man gleich beim Buchen angibt, welches Kennzeichen das eignen Auto hat, wird das Fahrzeug beim Check-In in der Regel automatisch erkannt, so dass man nur noch am Selbstbedienungsterminal seinen Namen bestätigen und den gewünschten Zug unter den möglichen Abfahrtzeiten auswählen muss. Dabei erhält man eine Art Bordkarte mit einem Buchstaben drauf. Diese Buchstaben dienen zum Aufruf um zum Beladen des Zuges zu fahren. Sollte das automatische Identifizieren nicht möglich sein, kann man auch durch Eingabe einer Buchungsnummer einchecken. Nach dem Einchecken finden stets noch Ausweiskontrollen sowohl durch französische, als auch durch britische Beamte statt. Ggf. werden auch noch Sicherheitskontrollen durchgeführt. Die Bahnhöfe auf beiden Seiten bieten neben Wechselstuben und Toiletten auch Einkaufsmöglichkeiten für Reisebedarf, Duty-Free-Shops und Gastronomie. Für angenehmes Reisen ist so gesorgt.

Eurotunnel: Im Zug – Bild Nr. 201803190065

Linkempfehlungen:
Der Eurotunnel bei Wikipedia
Website der Betreibergesellschaft GetLink

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