Die Christuskirche in Mainz

Die Christuskirche in Mainz – Bild Nr. 201701210131

Vor dem 19. Jahrhundert waren Protestanten im damals noch katholischen Mainz nur geduldet und an ein repräsentatives Gotteshaus war garnicht zu denken. Aber das änderte sich seit dem Ende des Kurfürstentums Jahr 1802. Lebten vorher nur ein paar hundert Protestanten in Mainz so wurden es mit der neuen Religionsfreiheit immer mehr, so dass im Jahr 1900 bereits ein Drittel der Bevölkerung von Mainz evangelischen Glaubens waren. 

Was fehlte war eine Kirche, welche für die wachsende Gemeinde mit einem sich steigerndem Selbstbewusstsein angemessen erschien. Mit der Planung der Mainzer Neustadt durch Stadtbaumeister Eduard Kreyßig entstand auch die als Boulevard mit Grünanlagen angelegte Kaiserstraße. Auf dem breiten Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen wurde nun auch 1896 bis 1903 die neue Evangelische Kirche, die Christuskirche, im Stil der Hochrenaissance erbaut. Ihre Kuppel überragte alle anderen Gebäude der Stadt auch den altehrwürdigen Mainzer Dom.

Die Christuskirche in Mainz – Bild Nr. 201701210132

Am 27. Februar 1945 fiel die Kirche dem verheerenden Bombenangriff auf die Stadt zum Opfer, wurde aber in den Jahren 1952 bis 1954 wieder aufgebaut. Neben Gottesdiensten finden heute in der Christuskirche auch Konzerte des Mainzer Bachchores und des Bachorchesters statt. Auch der traditionelle Universitätsgottesdienst der Johannes-Gutenberg-Universität zum Beginn eines jeden Semesters wird hier gefeiert.

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