
Mommenheim/Rheinhessen - Bild Nr. 201107270460
Irgendwann heute Nachmittag, ging es mit der Büroarbeit nicht mehr so recht weiter. Nun, es war ohnehin Zeit, Feierabend zu machen, und außerdem fanden in unsere Straße Kanalarbeiten statt, von denen ein sehr unangenehmes und nervtötendes Geräusch ausging. Ein Blick aus dem Fenster – die Sonne scheint, also Kamera geschnappt und “nichts wie raus”.

Mommenheimer Wingertsturm - Bild Nr. 201107270482
Ich ging also mal wieder zum Wahrzeichen unseres Dorfes, dem Wingertsturm, der im vorigen Jahr liebevoll renoviert und mit dem Ortsnamen und dem Ortswappen versehen wurde. Auf dem Weg über den Nazarienberg hatte ich wieder diese schöne Ansicht von Mommenheim (Bild oben) vor mir und ich wartete etwas bis sich eine etwas dickere Wolke verzog und dann konnte ich mit dem Teleobjektiv eine schöne sommerliche Ansicht der Ortsmitte aufnehmen, wie ich es schon oft getan habe. Aber es ist jedes mal ein wenig anders. Im Vordergrund ist die katholische Martinskirche zu sehen, halb links dahinter “versteckt” sich die Evangelische Kirche hinter Kastanienbäumen. Nur der Turm schaut oben heraus. Im Hintergrund geht der Blick ins Rhein-Main-Gebiet und links erheben sich die Höhen des Taunus.
Doch nun zum Wingertsturm, eine Variation von Weinbergshäuschen, die es in Rheinhessen in großer Zahl und in allen erdenklichen Bauformen gibt. Der Turm, der selber keinen historischen Hintergrund hat, steht aber auf historischem Grund, denn hier auf dem Nazarienberg stand im 8. Jahrhundert eine Kapelle, von der aber leider keine Überreste mehr zu sehen sind.

Weintrauben - Bild Nr. 201107270498
Da der Wingertsturm mitten im Wingert, also auf einem Weinberg steht, ist ein Blick auf den heranwachsenden Wein obligatorisch. Nein, reif ist er jetzt noch lange nicht, aber die Trauben wachsen üppig an den Rebstöcken, und wenn es in diesem Sommer doch noch etwas intensiveren Sonnenschein geben sollte, dann könnte es wieder Hoffnung auf einen guten Jahrgang 2011 geben. Noch haben die Trauben bis zur Weinlese im Herbst knapp 2 Monate Zeit, um reifen können.
Gut, dass ich die Gelegenheit zum Fotografieren heute wahrgenommen habe, den kurz nachdem ich wieder zuhause war, zogen wieder dunkle Wolken auf. Da habe ich mal wieder das richtige Zeitfenster erwischt.