Also, nun es es mal wieder so weit: Die Stunde Schlaf, die uns im Frühjahr durch die Zeitumstellung weggenommen wurde, bekommen wir heute Nacht zurück, womit der Dauer-Jetlag erstmal wieder beendet ist. ;) Die sogenannte Sommerzeit endet um 3 Uhr nachts mit einem Rücksprung auf 2 Uhr, und deshalb müssen wir morgen all unsere Uhren wieder um eine Stunde auf die Normalzeit zurückstellen, so sie es denn nicht automatisch tun.

Die Uhr der Digitalkamera nicht vergessen! - Bild Nr. 201103270046

Und da kommt im Haushalt eine Menge zusammen: Armbanduhr, Wecker, Wanduhr, Kuckucksuhr, Zeitschaltuhren, Uhren im Auto und in den Telefonen sowie im Herd, die Programmschaltuhr der Zentralheizung, elektronische Heizkörper-Thermostate. Die Computer sollten sich von selber umstellen, womit wir eine Sorge weniger hätten; aber dann sind da noch die Digitalkameras, die wir keineswegs vernachlässigen sollten, denn der Aufnahmezeitpunkt jedes Bildes sollte schon korrekt dokumentiert sein, vor allem wenn mal Bilder von verschiedenen Kameras in einer Datenbank landen und chronologisch geordnet werden sollen. Da sollte man schon drauf achten. Wer allerdings einen GPS-Logger benutzt, denn brauche ich wohl nicht mehr zum genauen Einstellen seiner Kamera-Uhren ermuntern, denn da wird der vom GPS ermittelte Aufnahmeort über die Uhrzeit mit der entsprechenden Aufnahme verknüpft. Und da sage mal einer, die Uhrzeit der Kamera wäre unwichtig. ;)

An was man so alles denken muss…

Sommerzeit - Winterzeit - Bild Nr. 201103270046

Zwei Mal im Jahr muss es sein: Alle Uhren müssen umgestellt werden. Das kann unter Umständen viel Arbeit bedeuten, aber es hat auch sein Gutes. Um unsere Armbanduhren und Wecker, die uns täglich begleiten, kümmern wir uns natürlich besonders und dass nicht nur an Tagen der Zeitumstellung, aber wie sieht es mit den vielen anderen Uhren aus, die unser Leben begleiten? Die Wanduhren in unseren Zimmern und Büros, die Uhr im Auto, die Uhr unserer Zentralheizung und den automatischen Thermostaten sowie diverse Zeitschaltuhren, deren Funktionen unser Leben angenehmer machen sollen. Alle diese Uhren wollen auch mal wieder genau eingestellt werden, und dazu bietet ein solcher Tag die perfekte Gelegenheit.

Gut ist es, wenn man mindestens eine Funkuhr besitzt, die sich in der Regel selbsttätig umstellt, nach der man alle anderen Uhren mal wieder sekundengenau einstellen kann. Ach ja, da war ja noch was: Haben wir schon an die Uhren in unseren Digitalkameras gedacht? – “Nicht so wichtig”, sagen Sie? – Doch, das ist sehr wichtig! Es ist ja einer der Vorteile der Digitalfotografie, dass die Kamera nicht nur Bilder erzeugt, sondern auch gleich alle Informationen über das Bild speichert, z.B. wann es aufgenommen wurde, mit welcher Kamera und mit welchen Einstellungen. Kameras mit GPS-Funktion können sogar den Aufnahmeort mit dokumentieren. Und da soll die Uhrzeit keine Rolle spielen…?

Nehmen wir doch mal an, wir haben ein Bild gemacht und dabei irgendwas aufgenommen, was zur Ermittlung eines Sachverhaltes von Bedeutung ist, dann kann das Bild nur dann ein wertvolles Dokument sein, wenn die Uhrzeit in den Exif-Daten (im Bild eingelagerte Daten) auch stimmt.

Ein anderer Fall: Auf einer Hochzeit wird eifrig fotografiert, natürlich digital, und selbstverständlich schickt man den Brautleuten auch die Dateien, damit sie sich ein möglichst umfangreiches Fotobuch erstellen können. Dabei ist es hilfreich, wenn man alle Bilder per Knopfdruck chronologisch sortieren kann. Aber leider werden Datum und Uhrzeit in den Kameras oft sträflich vernachlässigt, und man kommt zu dem Ergebnis, das die Hochzeit mehr als 3 Jahre gedauert haben muss, nur die Reihenfolge der Bilder passt hinten und vorne nicht. Bewahren Sie diejenigen, denen Sie ihre Bilder geben, vor einem solchen Chaos und stellen sie die Uhr Ihrer Kamera genau ein. Es ist nur eine Kleinigkeit und an Tagen, an denen man ohnehin alle Uhren in die Hand nimmt, ist die beste Gelegenheit dazu. Vielleicht sind auch Sie einmal dankbar, wenn andere daran gedacht haben…

Das Fourthirds-System

Die Olympus E-1 wurde im Jahr 2003 vorgestellt und mit ihr ein ganz neues System, Das Olympus E-System, welches auf dem neu geschaffenen Fourthirds-Standard basiert.

Was war das neue an Fourthirds? Die Digitalfotografie war noch recht jung und wurde von Kameras dominiert, die noch nicht viel mit der klassischen Spiegelreflex gemeinsam hatten. Der Wunsch, zukünftig digitale Spiegelreflex-Kamera zu nutzen war allgegenwärtig, aber am Markt gab es wenig brauchbares zumindest zu Preisen, die sich eine Mehrheit der Fotointeressierten leisten konnte. Manche Hersteller setzten darauf, ihre bewährten analogen Systeme zu digitalen umzurüsten. Das ging nicht ohne Probleme, denn erstens waren Aufnahmesensoren im Kleinbildformat noch nicht zu marktfähigen Preisen verfügbar und außerdem musste bedacht werden, dass Sensoren anders als ein Film reagieren. Während es beim Film relativ gleichgültig ist, in welchen Winkel das Licht auf ihn trifft, kann ein Sensor nur dann genug Licht aufnehmen, wenn das Licht möglichst senkrecht auf ihn trifft. Man half sich zunächst damit, kleinere Sensoren einzusetzen, damit man die beschriebenen Probleme in den Griff bekam. So haben die Mehrzahl aller Sensoren in Spiegelreflexkameras bis heute noch eine Größe von ca. 16×24 mm. Man spricht vom APS-C Format. Weiterlesen »

Die Olympus C-2500L kam 1999 auf den Markt und war zu der Zeit eine bereits sehr hoch entwickelte Digitalkamera. Die 2,5 Megapixel Kamera mit Spiegelreflexsucher und 3-fach Zoom (36-110 mm entsprechend Kleinbild) erzeugte schon eine recht präsentable Bildqualität. Als Speicherkarten konnten alternativ CompactFlash- oder SM-karten (Smart Media Card) eingesetzt werden. Als Spannungsversorgung dient kein spezifischer Akku, sondern es werden 4 Mignon-Zellen eingesetzt. Somit ist die Kamera mit im Handel vorrätigen Akkus und CF-Karten heute noch problemlos einsetzbar, wenn die 2,5 Megapixel ausreichen.

Datenblatt zur Olympus C-2500 L auf digitalkamera.de

Bildnummern:
201011111828, 201011111830

Die Bilder wurden mit einer Olympus E-1 (Bj. 2003) aufgenommen.
Objektiv: Nikkor AF 1.8/50, montiert mittels Objektivadapter (Nikon F auf Fourthirds).

Aus den Anfängen der Digitalfotografie.

Meine erste Digitalkamera: Die Sony Mavica FD71 - Eine Digitalkamera aus dem Jahr 1998.

Die digitale Fotografie ist zur Zeit noch eine recht junge Technik, die in den letzten Jahren, die zusammen mit der Computertechnik, ein rasantes Wachstum erlebt hat, das man vor gut 15 Jahren so noch nicht für möglich gehalten hätte. Die erste Digitalkamera, die im Jahr 1991 vorgestellt wurde konnte nur Schwarzweißbilder mit 106.784 Pixeln, also 0,1 Megapixel erzeugen. Diese Technik war natürlich nicht für eine ernstzunehmende fotografische Anwendung zu gebrauchen. 10 Jahre wurde experimentiert mit immer besseren Sensoren und noch sehr teuren und begrenzten Speichermedien, bis Digitalkameras auf den Markt kamen, die man wirklich als Fotoapparate bezeichnen konnte.

Meine erste Digitalkamera im Jahr 1998 kann man getrost noch als Bilder erzeugenden Computer ansehen. Trotzdem hatte die Sony Mavica FD71 schon eine interessante Ausstattung zu bieten, auch wenn die Bildqualität noch sehr zu wünschen übrig ließ. Was mir gefiel, war u.a. der optische  10-fach Zoom (40-400 mm entspr. Kleinbild) und der recht große Monitor. Es machte einfach Spaß, sein Bild am Monitor zu komponieren und gleich nach dem Auslösen, das Ergebnis bewundern zu können. Gespeichert wurde übrigens auf 3,5″-Disketten. Das war damals das billigste Speichermedium, und von den 640×480 Pixel großen Bildern (0,3 Megapixel) gingen immerhin 20 auf so eine Diskette.

Die Sony Mavica FD71 von hinten

Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit einem Fotohändler im Jahr 2000, der meine Mavica etwas nachdenklich beäugte und dann meinte: “Das mit der Digitalfotografie wird so schnell nichts. Die Farben sind einfach noch nicht das wahre…” Nun, weder Farben noch Detailwiedergabe waren zu dem Zeitpunkt zu gebrauchen, aber die rasante Entwicklung hatte da bereits begonnen. Ich schätze mal, dass der gute Mann keine 3 Jahre später selber meistens nur noch digital fotografiert hat, und das aus Überzeugung.

Ungleiche Paare: Sony Mavica FD 71 im Vergleich mit einer Olympus µ Tough 3000, sowie eine 3,5" Disketten im Vergleich mit einer SD-Speicherkarte.

Neben einer heutigen kompakten Digitalkamera (Beispiel: Olympus mju-Tough 3000 mit 12 Megapixeln) sieht die Sony Mavica noch wie ein Dinosaurier aus. Das Diskettenlaufwerk brauchte einfach seinen Platz. Wenn man dann die Diskette mit ihren 1,44 Megabyte Speicherkapazität neben einer SD-Karte mit 4 Gigabyte sieht, wird einem klar, welch eine technische Revolution sich in den letzten 20 Jahren ereignet hat. Digitalkameras sind aber nur ein Aspekt. Genauso atemberaubend ist die Entwicklung im Computerbereich, in der mobilen Telefonie und nicht zuletzt das Wachstums des Internets. Die heutigen technischen Möglichkeiten haben unser Leben in vielen Teilbereichen dramatisch verändert. Es ist heute normal, dass ein Haushalt über einen Personal Computer verfügt und einen Zugang zum Internet hat. Schnelle Information und Kommunikation sind heute selbstverständlich.

Die Digitalfotografie ist infolge der Technischen Entwicklung erst möglich geworden. Heute wird nur noch vereinzelt analog, also auf Film, fotografiert, meistens nicht, weil es nicht auch digital ginge, sondern eher als nostalgisches Vergnügen. Belichtungen auf Filmmaterial sind heute nur noch bei großformatigen Aufnahmetechniken ein Muss, weil es noch keine Bildaufnahmesensoren mit einem Format von 9×12 cm gibt. Aber auch das wird sich in der nächsten Zeit sicher bald ändern. Die Möglichkeit der Weiterbearbeitung des Bildmaterials am Computer war eine entscheidende Voraussetzung für den Siegeszug der Digitalfotografie.

Ich bin gespannt, wie sich die technischen Möglichkeiten weiterentwickeln werden. Spannend bleibt es allemal.

Datenblatt zur Sony Mavica auf digitalkamera.de

Bildnummern:
oben: 201011111823, mitte: 201011111824, unten: 201011111826

Die Bilder wurden mit einer Olympus E-1 (Bj. 2003) aufgenommen.
Objektiv: Nikkor AF 1.8/50, montiert mittels Objektivadapter (Nikon F auf Fourthirds).

Ältere Digitalkameras neu fotografiert:

Die Olympus mju-400 digital gibt es auch unter den Typbezeichnungen Stylus 400 Digital (Amerika) und mju-20 digital (Japan). Die Kamera kam 2003 in den Handel. Das Besondere an ihr ist der Frontschieber, der als Einschalter und gleichzeitig als Objektivschutz dient. Das gibt diesem Modell ein solides und trotzdem elegantes Aussehen.

Die mju-400 hat eine 1/2,5″ Sensor mit 4 Megapixeln. Sie hat ein 3-fach Zoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 35-105 mm (entsprechend Kleinbild).

Datenblatt auf digitalkamera.de

Bildnummern:
links: 201011101802, rechts: 201011101803

Die Bilder wurden mit einer Olympus E-1 (Bj. 2003) aufgenommen.
Objektiv: Nikkor AF 1.8/50, montiert mittels Objektivadapter (Nikon F auf Fourthirds).

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