Goethe und Schiller - Bild Nr. 201105251336

Weimar, im Herzen Thüringens gelegen, war im Jahr 1999 die Kulturstadt Europas. Wenn man durch die Straßen der gepflegten Innenstadt läuft, trifft man überall auf Zeugnisse einer großen Vergangenheit. Die beiden Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller sind wohl die bekanntesten Kulturschaffenden, die zeitweise in Weimar gelebt haben. Das Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheather (Bild links) weist unübersehbar darauf hin.

Weimar, mit ca. 65.000 Einwohner die viertgrößte Stadt des Freistaats Thüringen, nach Erfurt, Jena und Gera, war zwischen 1920 und 1946 auch Landeshauptstadt. Auch in der Zeit der DDR nahm Weimar eine besonder Stellung ein. Das kulturelle Erbe wurde auch damals gewürdigt, den Umständen entsprechend gepflegt und gerne nach außen präsentiert. Seit 2004 darf sich Weimar auch Universitätsstadt nennen. Neben der Bauhaus-Universität gehören zum wissenschaftlichen Standort noch die Musikhochschule Franz Liszt und die Anna-Amalie-Bibliothek.

Auch heute noch ist die sympathische Stadt nicht nur ein Touristenmagnet sondern beherbergt auch wichtige Landesbehörden, wie Thüringer Oberverwaltungsgericht, den Thüringer Verfassungsgerichtshof und das Thüringische Landesamt für Archäologie.

Weimar: Marktplatz - Bild Nr. 201105251355

Die Stadtmitte mit ihren schmucken Stadthäusern und Fußgängerzonen hat ein ganz besonderes Flair. Viele Cafés, Eisdielen und Restaurants säumen die Straßenränder. Pferdedroschken bieten sich für eine Stadtrundfahrt an und die vielen Studenten geben der altehrwürdigen Stadt ein jugendliches Aussehen. Hier lässt es sich aushalten. Wer etwas Erholung sucht, findet sie im weitläufigen Park an der Ilm. Hier kann man spazieren gehen oder es sich im Gras gemütlich machen. Im Sommer findet hier jeder einen Platz, um sich von der Hektik des Alltags zu erholen.

Herzogin Anna Amalia Bibliothek - Bild Nr. 201105251315

Eines der bekanntesten Gebäude der Stadt ist die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die im Jahr 1691 gegründet wurde. Sie beherbergt ca. 1 Million Bücher vom 9. bis zum 21. Jahrhundert und besteht längst nicht mehr nur aus dem historischen Gebäude, und dem nur ein Bruchteil der Bände Platz finden würde.

Im Jahr 2004 brannte der Dachstuhl des historischen Gebäudes mit seinem ovalen dreistöckigen Rokkoko-Saal aus. Leider fielen diesem Unglück auch ca. 100.000 wertvolle Bücher zum Opfer, von denen nur die Hälfte in mühevoller Arbeit restauriert werden konnten. Das Gebäude wurde bis 2008 saniert, und befindet sich heute in einem hervorragenden baulichen Zustand. Die verloren gegangen Bücher sind aber leider nicht mehr wieder zu beschaffen.

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